Die NDB nennt sie nur „N. N.“ (nomen nescio). Herkunft, Name und Todesjahr sind unbekannt. Genau diese Lücke ist für die Frage nach Chrodtrud entscheidend.
Bedeutung für Liutwin
Die Ehefrau Liutwins ist eine der großen Unbekannten dieser Geschichte – und gerade deshalb wichtig. Sie war die Mutter Milos und Widos, und falls Chrodtrud Liutwins Tochter war, auch ihre Mutter. Über ihre Familie könnte zudem jene Verwandtschaft zu Karl Martell gelaufen sein, die die Quellen andeuten.
Stellung und Aufgabe
Die Neue Deutsche Biographie führt sie nur als „N. N.“ – nomen nescio, Name unbekannt. Wir wissen weder, aus welcher Familie sie kam, noch welchen Besitz sie einbrachte oder wann sie starb; sicher ist nur, dass Liutwin als Witwer in den geistlichen Stand trat. Das Sachbuch setzt bewusst keinen Namen ein, den spätere Stammbäume ihr gegeben haben: Ein leeres Feld ist manchmal die ehrlichste Antwort.
Einfluss und Nachwirkung
Ihr Tod veränderte Liutwins Leben und führte ihn in die Kirche – mit allen Folgen für Trier und Mettlach. Genealogisch ist sie der Schlüssel zu mehreren offenen Fragen: Die Nähe der Familie zu den Pippiniden, das Wort „propinquus“ in Fontenelle und die Herkunft Chrodtruds ließen sich womöglich über ihre Familie erklären.
Familie
Im großen Stammbaum: Liutwins Familie →
Weg zu Liutwin
1 Schritt von Liutwin zu N. N. – die schwächste Verbindung bestimmt die Sicherheit des Weges: belegt
Beziehungen
Ehe
- Ehe Liutwin – Name der Ehefrau unbekannt belegt
Quellen und Literatur
- Rausch 2026 – Rausch, Markus E.J.: Lutwinus – Ein Graf aus Mettlach und sein Erbe in Europa. KaRaBu Verlag, Mettlach 2026.
- NDB Liutwin – Heinz, Andreas: Liutwin. In: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 725.