Lutwinus

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Personenlexikon

151 Menschen zwischen Saar, Rhein und Tiber – von Arnulf von Metz bis zu den Bewahrern des Alten Turms. Jede Beziehung ist mit ihrer Beweisstufe gekennzeichnet.

belegt gut bezeugt wahrscheinlich gut begründet, einzelne Übergänge rekonstruiert Hypothese plausibel, aber unbewiesen

Familie Liutwins

Basin von Trier † um 705

Basinus

Bischof von Trier, Onkel Liutwins

Bischof von Trier. Weihte seinen Neffen Liutwin vor dem 1. November 697/698 zum Mitbischof und bereitete so die Nachfolge vor. Beginn der „Trierer Bischofsdynastie“ Basin – Liutwin – Milo.

  • Verwandt / Identität? Liutwin – Onkel Liutwins belegt
  • Amtsnachfolge Liutwin – Mitbischof vor 697/698, Trier ab um 705 belegt
  • Amtsnachfolge Numerian von Trier – Trierer Bischofsfolge (nicht lückenlos) wahrscheinlich

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Liutwin † um 717/723

Lutwinus, Liutwinus, Ludwin, Leodewin

Adeliger an der Saar, Gründer Mettlachs, Bischof von Trier

Angehöriger eines fränkischen Hochadelsgeschlechts an der oberen Saar. Gründete um 690 Mettlach als Eigenkloster, wurde als Witwer Geistlicher, vor 697/698 Mitbischof und ab etwa 705 Bischof von Trier. Starb der Überlieferung nach in Reims, begraben in Mettlach. Spätere Traditionen nennen ihn auch Bischof von Reims und Laon – quellenkritisch problematisch.

  • Elternteil Gerwin belegt
  • Elternteil Gunza belegt
  • Verwandt / Identität? Basin von Trier – Onkel Liutwins belegt
  • Amtsnachfolge Basin von Trier – Mitbischof vor 697/698, Trier ab um 705 belegt
  • Ehe N. N. – Name der Ehefrau unbekannt belegt
  • Kind Milo belegt
  • Kind Wido belegt
  • Kind Chrodtrud – Chrodtrud-Hypothese: plausibel, unbewiesen Hypothese
  • Amtsnachfolge Milo – Trier: Milo folgt dem Vater (ab 723 bezeugt) belegt
  • Verbündet Pippin der Mittlere – Familie unterstützt den Aufstieg der Pippiniden (NDB: „scheint“) wahrscheinlich
  • Erinnerung / Verehrung Ruotbert von Trier – Begründet die Wallfahrt zu Liutwins Grab belegt
  • Erinnerung / Verehrung Lioffin – Errichtet um 990 den Alten Turm als Grabkirche belegt
  • Erinnerung / Verehrung Thiofrid von Echternach – Vita s. Liutwini (1072–1078) belegt
  • Erinnerung / Verehrung Albero von Montreuil – Verpflichtet 75 Pfarreien zur Wallfahrt belegt
  • Erinnerung / Verehrung Eugen von Boch – Rettet die Grabkirche Liutwins vor dem Abriss belegt
  • Erinnerung / Verehrung Milo – Legende: Überführung des Leichnams nach Mettlach Hypothese
  • Erinnerung / Verehrung Remigius von Mettlach – Möglicher Verfasser der Vita s. Liutwini prima Hypothese

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N. N. † vor 697

Ehefrau Liutwins

Ehefrau Liutwins – Name unbekannt

Die NDB nennt sie nur „N. N.“ (nomen nescio). Herkunft, Name und Todesjahr sind unbekannt. Genau diese Lücke ist für die Frage nach Chrodtrud entscheidend.

  • Ehe Liutwin – Name der Ehefrau unbekannt belegt

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Chrodtrud † 725

Chrotrud, Rotrud, Rotrude

Gemahlin Karl Martells – Tochter Liutwins?

Erste Gemahlin Karl Martells, Mutter Karlmanns, Pippins des Jüngeren und Hiltruds – damit Großmutter Karls des Großen. Ihre Eltern sind nicht überliefert. Die Hypothese, sie sei eine Tochter Liutwins, erklärt die Nähe Milos und des Fontenelle-Wido zu Karl Martell elegant – keine zeitgenössische Quelle nennt Liutwin aber als ihren Vater.

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Milo † um 761/762

Leiter der Kirchen von Trier und Reims

Wohl ältester Sohn Liutwins, ab 723 als Leiter beziehungsweise Bischof von Trier bezeugt, wahrscheinlich auch Machthaber in Reims. Eine Bischofsweihe ist nicht belegt. Verbündeter Karl Martells, verteilte Kirchengut an Söhne und Gefolgsleute. Der Reformer Bonifatius und Papst Zacharias bekämpften ihn – erfolglos. Starb der Überlieferung nach bei einer Jagd.

  • Elternteil Liutwin belegt
  • Amtsnachfolge Liutwin – Trier: Milo folgt dem Vater (ab 723 bezeugt) belegt
  • Kind Milos Söhne belegt
  • Verwandt / Identität? Lantbert – Neffe bzw. Verwandter; erhält Mettlach belegt
  • Verbündet Karl Martell – Förderer Milos; Milo erhält Reims belegt
  • Amtsnachfolge Rigobert von Reims – Reims: Milo übernimmt die Kontrolle wahrscheinlich
  • Gegner Bonifatius – Reformer gegen den „unkanonischen“ Kirchenherrn belegt
  • Gegner Papst Zacharias – Unterstützt Bonifatius gegen Milo belegt
  • Gegner Abel von Reims – Rivale um Reims (740er Jahre) belegt
  • Erinnerung / Verehrung Liutwin – Legende: Überführung des Leichnams nach Mettlach Hypothese
  • Amtsnachfolge Weomad von Trier – Trier: Ende der Bischofsdynastie Liutwins belegt
  • Amtsnachfolge Tilpin von Reims – Reims nach Milo und Abel wahrscheinlich
  • Erinnerung / Verehrung Hinkmar von Reims – Prägt das Bild Milos als Räuber am Kirchengut belegt

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Wido 8. Jh.

Guido, Wido von Trier

Sohn Liutwins, Stammvater der Widonen

Setzte die weltliche Linie der Familie fort. Die NDB nennt ihn „Stammvater der Widonen, aus denen später die Salierkaiser hervorgingen“. Möglicherweise identisch mit dem Wido von Fontenelle.

  • Elternteil Liutwin belegt
  • Verwandt / Identität? Wido von Fontenelle – Identisch? Möglich, aber umstritten Hypothese
  • Kind Lantbert – Lantbert als Sohn Widos: plausibel Hypothese
  • Verwandt / Identität? Warnharius – Beide im widonischen Familienverband wahrscheinlich

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Wido von Fontenelle † 738/739

Laienabt von Fontenelle und Saint-Vaast

Die Gesta abbatum Fontanellensium nennen ihn einen „propinquus“ (Verwandten) Karl Martells. Nach dieser Überlieferung wurde er einer Verschwörung gegen Karl beschuldigt und getötet. Ob er mit Liutwins Sohn identisch ist, ist möglich, aber umstritten.

  • Verwandt / Identität? Wido – Identisch? Möglich, aber umstritten Hypothese
  • Verwandt / Identität? Karl Martell – „propinquus“ Karl Martells (Gesta von Fontenelle) belegt
  • Gegner Karl Martell – Verschwörungsvorwurf, 738/739 getötet belegt

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Milos Söhne 8. Jh.

Die „verlorenen Söhne“ Milos

Milo stattete Söhne und Gefolgsleute mit Kirchengut aus. Namentlich bleiben sie weitgehend im Dunkeln; eine belastbare Verbindung zu einem bekannten Widonen fehlt.

  • Elternteil Milo belegt

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Pippiniden / Karolinger

Plektrud † nach 717

Gemahlin Pippins des Mittleren

Versuchte nach Pippins Tod 714 die Macht für ihren Enkel Theudoald zu sichern und ließ ihren Stiefsohn Karl Martell gefangen setzen. Ihre Position brach bis 717/718 zusammen.

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Pippin der Mittlere † 714

Hausmeier, Sieger von Tertry (687)

Siegte 687 bei Tertry und wurde zum mächtigsten Mann des Frankenreichs. Liutwins Familie scheint seinen Aufstieg unterstützt zu haben (NDB).

  • Elternteil Ansegisel belegt
  • Elternteil Begga belegt
  • Verbündet Liutwin – Familie unterstützt den Aufstieg der Pippiniden (NDB: „scheint“) wahrscheinlich
  • Ehe Plektrud belegt
  • Ehe Chalpaida – Verbindung neben Plektrud belegt
  • Kind Karl Martell belegt
  • Gegner Ebroin – Sieg über Pippin um 680 belegt
  • Gegner Berchar – Tertry 687 belegt
  • Verbündet Theuderich III. – Regiert nach Tertry als Hausmeier in seinem Namen belegt
  • Verbündet Willibrord – Mission unter Pippins Schutz belegt

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Karl Martell † 741

Hausmeier, faktischer Herrscher des Frankenreichs

Setzte sich nach 714 gegen Plektrud und die Neustrier durch, siegte 732 bei Tours und Poitiers und regierte ab 737 ohne König. Förderer Milos. Ein Wido aus seinem Umfeld wird in den Gesta von Fontenelle sein „propinquus“ (Verwandter) genannt.

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Pippin der Jüngere † 768

Hausmeier, ab 751 König der Franken

Sohn Karl Martells und Chrodtruds. Setzte 751 den letzten Merowinger ab und wurde König. Starb 768 in Saint-Denis.

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Karl der Große † 814

König 768, Kaiser 800

Enkel Chrodtruds. Wäre die Chrodtrud-Hypothese richtig, wäre Liutwin sein Urgroßvater. Eroberte 774 das Langobardenreich, setzte 788 Tassilo ab, wurde 800 in Rom zum Kaiser gekrönt.

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Grimoald † 656/657

Hausmeier von Austrasien

Sohn Pippins des Älteren. Versuchte nach dem Tod Sigiberts III., seinen Sohn als König durchzusetzen – der „Staatsstreich Grimoalds“ scheiterte, ein früher Griff der Pippiniden nach der Krone.

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Merowinger / Neustrien

Chlodwig I. † 511

König der Franken, Begründer des Frankenreichs

Einte die fränkischen Teilstämme, besiegte 486 bei Soissons den letzten römischen Machthaber in Gallien und ließ sich von Bischof Remigius in Reims taufen. Mit ihm beginnt das merowingische Großreich, in dem Liutwins Familie zwei Jahrhunderte später aufstieg.

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Chlothar II. † 629

König der Franken, Herrscher des Gesamtreichs ab 613

Gewann 613 mit Unterstützung des austrasischen Adels um Arnulf von Metz und Pippin den Älteren die Herrschaft über das ganze Frankenreich – der Moment, in dem die Ahnen der Karolinger politisch aufstiegen.

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Kirche & Reformer

Bonifatius † 754

Missionar und Kirchenreformer

Angelsächsischer Missionar, eng mit Rom verbunden. Wollte kanonisch eingesetzte Bischöfe, Synoden und geordnete Besitzverhältnisse – und bekämpfte deshalb Milo. Wurde 754 in Friesland erschlagen.

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Pirmin † 753

Pirminius

Klostergründer (Reichenau, Hornbach)

Beteiligt an der Gründung der Reichenau (724), verbrachte seine letzten Jahre in Hornbach. Das Kloster Hornbach wurde eng mit dem widonisch-lambertinischen Familienverband verbunden – das zweite große Familienkloster nach Mettlach.

  • Verbündet Lantbert – Hornbach: Familienkloster des widonischen Verbands wahrscheinlich
  • Verbündet Warnharius – Stiftet um 740/741 Hornbach und holt Pirmin dorthin belegt
  • Erinnerung / Verehrung Anton von Salm – Bringt 1558 Pirmins Reliquien nach Speyer belegt
  • Erinnerung / Verehrung Schweikhard von Helfenstein – Bringt 1575 Pirmins Reliquien nach Innsbruck belegt

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Papst Formosus † 896

Papst 891–896

Krönte 892 Lambert in Ravenna zum Mitkaiser, rief dann aber Arnulf von Kärnten nach Italien. Nach seinem Tod wurde ihm in der berüchtigten Leichensynode 897 der Prozess gemacht.

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Remigius von Reims † um 533

Bischof von Reims, Täufer Chlodwigs

Taufte Chlodwig I. (um 496/508) und machte Reims zum geistlichen Krönungsort der Franken. Seine Kirche sollte später Milo, der Sohn Liutwins, beherrschen.

  • Verbündet Chlodwig I. – Taufe Chlodwigs in Reims belegt

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Willibrord † 739

Missionar der Friesen, Gründer Echternachs

Angelsächsischer Missionar unter dem Schutz Pippins des Mittleren. Erhielt 698 von Irmina von Oeren das Kloster Echternach bei Trier – in unmittelbarer Nachbarschaft zu Liutwins Wirkungsraum.

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Irmina von Oeren † um 704/710

Äbtissin von Oeren in Trier

Schenkte 698 Willibrord ihren Besitz in Echternach. Die Forschung hält sie für eine mögliche Mutter Plektruds; dann wären die Trierer Adelskreise um Liutwin und das Haus Pippins noch enger verflochten.

  • Verbündet Willibrord – Schenkung Echternachs 698 belegt
  • Kind Plektrud – Irmina als Mutter Plektruds: Forschungshypothese Hypothese

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Papst Stephan II. † 757

Papst 752–757

Kam 754 über die Alpen ins Frankenreich und salbte Pippin den Jüngeren und dessen Söhne in Saint-Denis. Die „Pippinische Schenkung“ begründete den Kirchenstaat – das Bündnis zwischen Franken und Papsttum.

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Weomad von Trier † 791

Bischof von Trier, Nachfolger Milos

Folgte Milo auf dem Trierer Bischofsstuhl und beendete damit die Bischofsdynastie der Familie Liutwins. Unter ihm wurde die Trierer Kirche neu geordnet.

  • Amtsnachfolge Milo – Trier: Ende der Bischofsdynastie Liutwins belegt
  • Amtsnachfolge Richbod von Trier – Trier 791 belegt

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Hinkmar von Reims † 882

Erzbischof von Reims 845–882

Einflussreichster Kirchenmann des Westfrankenreichs und Geschichtsschreiber. Prägte das negative Bild Milos als Räuber am Kirchengut – eine Erinnerung, deren Weg nach Trier die Forschung (Olaf Schneider) untersucht hat.

  • Amtsnachfolge Ebo von Reims – Reims (über Zwischenzeit) wahrscheinlich
  • Erinnerung / Verehrung Milo – Prägt das Bild Milos als Räuber am Kirchengut belegt
  • Verbündet Karl der Kahle – Berater Karls des Kahlen belegt

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Egbert von Trier † 993

Erzbischof von Trier 977–993

Einer der großen Kunstförderer der Ottonenzeit (Egbert-Codex). In seiner Amtszeit entstand in Mettlach unter Abt Lioffin der Alte Turm; die Abtei erlebte unter ihm und der lothringischen Klosterreform eine Blüte.

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Widonen / Spoleto

Lantbert 8. Jh.

Lambert

Verwandter Milos, Inhaber Mettlachs

Brachte um 757/768 Mettlach in seinen Besitz; nach seinem Tod beanspruchten seine Söhne – darunter ein Guido (Wido) von Nantes – das Kloster als väterliches Allod, bis Karl der Große um 782 die Ansprüche zurückwies. Möglicherweise ein Sohn Widos – plausibel, aber nicht belegt. Der Name Lambert kehrt bei den Widonen immer wieder.

  • Elternteil Wido – Lantbert als Sohn Widos: plausibel Hypothese
  • Verwandt / Identität? Milo – Neffe bzw. Verwandter; erhält Mettlach belegt
  • Verbündet Pirmin – Hornbach: Familienkloster des widonischen Verbands wahrscheinlich
  • Kind Wido – Lantberts Sohn „Guido von Nantes“ beansprucht um 782 Mettlach – wohl dieser Wido wahrscheinlich
  • Verwandt / Identität? Graf Werner – Rheinischer Zweig des Widonen-Lambertiner-Verbands (Hornbach, Worms- und Speyergau) wahrscheinlich

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Wido um 799

Markgraf der Bretonischen Mark

Markgraf der Bretonischen Mark

Widone im Dienst Karls des Großen an der bretonischen Grenze (um 799). Wohl identisch mit jenem „Guido von Nantes“, der um 782 als Sohn Lantberts Ansprüche auf Mettlach erhob – dann führte die Linie von Liutwins Kloster direkt zu den Widonen von Nantes und Spoleto.

  • Verbündet Karl der Große – Markgraf im Dienst Karls belegt
  • Elternteil Lantbert – Lantberts Sohn „Guido von Nantes“ beansprucht um 782 Mettlach – wohl dieser Wido wahrscheinlich
  • Gegner Karl der Große – Weist um 782 die Ansprüche der Söhne Lantberts auf Mettlach zurück belegt
  • Kind Lambert von Nantes belegt

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Guido von Spoleto † 894

Wido

König von Italien 889, Kaiser 891

Sohn Guidos I. Besiegte 889 Berengar an der Trebbia, wurde König von Italien und 891 von Papst Stephan V. zum Kaiser gekrönt. Ein Widone auf dem Kaiserthron – Nachfahre des Familienverbands von der Saar.

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Lambert von Spoleto † 898

Mitkaiser 892–898

Sohn Guidos und Ageltrudes, am 30. April 892 in Ravenna zum Mitkaiser gekrönt. Starb im Oktober 898, der Überlieferung nach bei einem Jagdunfall. Mit ihm endete das widonische Kaisertum.

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Warnharius um 740

Graf Werner

Widonischer Graf, Stifter Hornbachs

Gründete um 740/741 auf seinem Besitz bei Gamundias das Benediktinerkloster Hornbach und holte Pirmin dorthin. Er gehörte zum Verband der Widonen, die als Vorfahren der Salier gelten – Hornbach wurde zu deren Familienkloster.

  • Verbündet Pirmin – Stiftet um 740/741 Hornbach und holt Pirmin dorthin belegt
  • Verbündet Sigibald von Metz – Bestätigt die Gründungsurkunde belegt
  • Verwandt / Identität? Wido – Beide im widonischen Familienverband wahrscheinlich
  • Verwandt / Identität? Graf Werner – Widonen als Vorfahren der Salier; Hornbach als Familienkloster wahrscheinlich

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Salier

Graf Werner um 891

Graf im Nahe-, Worms- und Speyergau

Früher sicher greifbarer Vertreter der „Werner-Sippe“, aus der die Salier hervorgingen. Ihre Verwandtschaft mit den Widonen-Lambertinern gilt als wahrscheinlich, die genaue Abzweigung ist nicht mehr bestimmbar.

  • Verwandt / Identität? Lantbert – Rheinischer Zweig des Widonen-Lambertiner-Verbands (Hornbach, Worms- und Speyergau) wahrscheinlich
  • Verwandt / Identität? Konrad der Rote – Werner-Sippe: Vorfahr wahrscheinlich
  • Verwandt / Identität? Warnharius – Widonen als Vorfahren der Salier; Hornbach als Familienkloster wahrscheinlich

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Staufer

Abtei Mettlach

Ruotbert von Trier † 956

Erzbischof von Trier 931–956

Gewährte der Abtei Mettlach die freie Abtwahl und lenkte eine Pfingstprozession nach Mettlach um – der Beginn der Lutwinus-Wallfahrt.

  • Erinnerung / Verehrung Liutwin – Begründet die Wallfahrt zu Liutwins Grab belegt
  • Amtsnachfolge Ruotwich – Freie Abtwahl; Ruotwich erster überlieferter Abt belegt
  • Amtsnachfolge Ruotger von Trier – Trier 931 belegt
  • Amtsnachfolge Heinrich I. von Trier – Trier 956 belegt

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Lioffin Abt um 985–993

Abt von Mettlach, Erbauer des Alten Turms

Aus Irland stammender Abt. Ließ um 990–994 über dem Grab Liutwins die achteckige Grabkirche errichten, den heutigen „Alten Turm“ – ältester erhaltener Sakralbau des Saarlandes.

  • Erinnerung / Verehrung Liutwin – Errichtet um 990 den Alten Turm als Grabkirche belegt
  • Verbündet Egbert von Trier – Förderer Mettlachs; Bau des Alten Turms in seiner Amtszeit wahrscheinlich
  • Amtsnachfolge Hezzel – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich
  • Amtsnachfolge Remigius von Mettlach – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich

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Thiofrid von Echternach † 1110

Verfasser der Vita s. Liutwini

Schrieb zwischen 1072 und 1078 die Lebensbeschreibung Liutwins auf Grundlage der älteren Vita prima des 10. Jahrhunderts. Hauptquelle des Heiligenbildes – aber Jahrhunderte nach Liutwin entstanden.

  • Erinnerung / Verehrung Liutwin – Vita s. Liutwini (1072–1078) belegt

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Nithard I. Abt um 977/978

Nizo I.

Abt von Mettlach

Nachfolger Ruotwichs; die genauen Amtsdaten der Mettlacher Äbte dieser Zeit sind nur unsicher überliefert.

  • Amtsnachfolge Ruotwich – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich
  • Amtsnachfolge Hezzel – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich

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Remigius von Mettlach Abt um 993

Abt von Mettlach, möglicher Verfasser der Vita prima

Nachfolger Lioffins in den 990er Jahren, gelehrter Abt der lothringischen Reformzeit. Indizien sprechen dafür, dass er die erste Lebensbeschreibung Liutwins, die Vita s. Liutwini prima, verfasst hat.

  • Amtsnachfolge Lioffin – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich
  • Amtsnachfolge Helderich – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich
  • Erinnerung / Verehrung Liutwin – Möglicher Verfasser der Vita s. Liutwini prima Hypothese

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Nithard Abt 11. Jh.

Nizo, auch als Nithard III. gezählt

Abt von Mettlach

Benediktiner und Abt von Mettlach im 11. Jahrhundert (Deutsche Biographie).

  • Amtsnachfolge Berrard – Abtfolge Mettlach wahrscheinlich

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Kloster Hornbach

Weitere Mächte